Pornografie
Tabu & Scham
Etwa 96% der Männer in Deutschland haben schon mal pornografische Inhalte gesehen. Die meisten hinterfragen ihr Konsumverhalten nicht. Doch mit wem spricht man darüber, wenn es einem zu viel wird?
Quelle: Martyniuk, U. & Dekker A. (2018)
Pornografienutzung von Erwachsenen in Deutschland. Zeitschrift für Sexualforschung,
31 (03), S. 237-249.
Meine Erfahrung
Pornos sind selten das eigentliche Problem
Nach vielen Gesprächen mit unterschiedlichsten Menschen ist mir eines sehr klar geworden: die Pornos sind nicht das Problem. Sie sind ein Versuch verschiedenste Probleme zu bewältigen und geben die Möglichkeit für einige Minuten alles andere zu vergessen. Es gibt zahlreiche Programme, die Ihnen genau vorschreiben was Sie zu tun haben, um den Konsum zu stoppen. Dabei liegt der Fokus ausschließlich auf der Handlung, ohne Sie als ganze Person zu würdigen. Deshalb wird ein Großteil schnell rückfällig und die Scham ist oft noch größer als zuvor.
Daher erlebe ich es in meinen Sitzungen immer wieder, wie rasant sich die Themen ändern: hin zu Problemen in der Partnerschaft, Konflikten im Berufsleben oder komplizierten Familiendynamiken. Sobald an den eigentlichen Ursachen gearbeitet wird, lässt der Druck, etwas anschauen zu wollen, ganz automatisch nach. Dieser Prozess erfordert viel Arbeit und ich möchte Ihnen kein falsches Versprechen geben, dass nach 30 Tagen alles gelöst ist. Wenn Sie sich jedoch die Zeit nehmen, werden Sie weit mehr erreichen als einen problemfreien Umgang mit Pornografie: Sie werden umfangreiches persönliches Wachstum erleben.
Funktionen von Pornografie
Warum schauen Menschen eigentlich Pornos? Nur um sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen? Das ist sicherlich ein Beweggrund. Doch gerade wenn der Konsum anfängt, außer Kontrolle zu geraten, hat das meist ganz andere Gründe. Was vielen nicht bewusst ist: Pornos erfüllen eine ganze Reihe an nützlichen Funktionen. Gibt es keine Alternative anders damit umzugehen, ist es umso schwieriger, auf Pornografie zu verzichten.
- Ausschüttung von Dopamin
- Stressabbau
- Emotionsregulation
- Einschlafhilfe
- Prokrastination
- Bekämpfung von Langeweile
- Ausleben von Fantasien
- Verdrängung negativer Gedanken
Vertraulichkeit
Um über etwas sprechen zu können, was man lange Zeit für sich behalten hat, benötigt es einen sicheren Raum. Durch meine eigene Plattform kann ich Ihnen diesen Raum auch im Online-Setting ermöglichen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.
Neugierig geworden?
Der erste Schritt ist nie leicht, jedoch können Sie mit wenigen Klicks den ersten Termin direkt online buchen.
Kostenloses ErstgesprächHäufig gestellte Fragen
Bin ich pornosüchtig?
Eine klare Ja/Nein-Antwort gibt es hier nicht und auch die Menge an Pornografie, die man ansieht, ist kein eindeutiges Kriterium. Die Frage kommt oft im Erstgespräch auf. So verständlich sie auch ist, liefert sie meist nicht die erhoffte Erkenntnis. Daher nehmen wir uns die Zeit, genau hinzusehen, warum Pornografie für Sie überhaupt ein Thema ist.
Muss ich komplett auf Pornografie verzichten?
Das Ziel im Coaching wird individuell von Ihnen festgelegt. Egal ob Sie die Abstinenz verfolgen, den NoFap-Ansatz interessant finden oder einfach die Dauer des Konsums verringern wollen: Ich begleite Sie bei jeder Entscheidung.
Beeinflusst Pornografie meine Beziehung?
Ja, vor allem wenn Heimlichkeit oder unterschiedliche Erwartungen ins Spiel kommen. Pornografie kann in Beziehungen oft zum Streitthema werden, gerade wenn die Kommunikation darüber nicht leicht fällt. Werden Sorgen und Ängste jedoch gezielt adressiert, findet man auch Lösungen jenseits der absoluten Abstinenz.
Ist das Erstgespräch anonym?
Für das Erstgespräch braucht es nur eine E-Mail Adresse. Personenbezogenen Daten (Name und Anschrift) sind erst nötig, sobald ein Vertrag zustande kommt.